Unsere Historie

Gründungsdatum: 1928

Neugründung: 1997

Mitglied im ONB: 2003

Mitglieder: über 100 (Stand 2015)

 

Historischer Ursprung

Über die Sage der „Hexe vom Eckwald" gibt es viele verschiedene Erzählungen, über deren genauen Inhalt sich selbst die einheimische Bevölkerung nicht einig ist. Die wohl bekannteste und auch älteste Erzählung dieser Sage wird heute noch weitergegeben.

Über der kleinen Ortschaft Unterharmersbach ragt der Hausberg, der Eckwald. Vor vielen Jahren lebte dort eine alte Frau ganz alleine. Durch ihr hässliches Aussehen sprach man immer von der „Hexe vom Eckwald". Auch ihre alte und zerrissene Kleidung trug zur Entstehung ihres Namens bei. Jeder Bewohner aus Unterharmersbach, der diese Geschichte von seinen Eltern erzählt oder überliefert bekommen hatte, fürchtete sich zu später Abendstunde noch den Eckwald zu betreten. Alleine der Gedanke, man könne die Hexe sehen oder ihr begegnen, löste Angst und Schrecken bei den Kindern aus.

Eines Tages wurde ein Mann tot im Eckwald gefunden und seit diesem Tage soll man die Hexe im Eckwald nicht mehr gesehen haben. Ob diese alte Frau jedoch etwas mit dem Tod des Mannes zu tun hatte, weiß man bis heute nicht......

 

Gründungsgeschichte

Die Fasent in Unterharmersbach lässt sich bis ins Jahre anno 1901 zurück verfolgen. Damals fand die Fasent nach altem Brauch noch in den Wirtshäusern statt, besonders in den Wirtschaften "Ochsen" und "Adler". Diese waren richtige Hochburgen der Fasent. Dort trafen sich die Narren, allerdings war die Fasent zu diesem Zeitpunkt noch nicht so richtig organisiert.

Erst im Jahre 1929 wurde die Narrenzunft Unterharmersbach gegründet, die heute noch durch eine Original Mitgliedskarte von dem damaligen Schriftführer Benedikt Zimmermann (Malermeister) belegt werden kann. Schon ein Jahr später gründete man einen Elferrat, der nun mithalf, die Fasent durchzuführen.

Im selben Jahr wurden auch die ersten Fasentumzüge durchgeführt. Mit Pferden, Ochsen und Wagen zog man durch das Narrendorf, um den Narrengeist unters Volk zu bringen.

Nach dem Krieg war die Narrenzunft sehr zusammengeschrumpft, da viele Narren aus dem Krieg nicht mehr zurückkamen. Erst im Jahre 1973 hörte man wieder etwas von der Fasent in Unterharmersbach, als Bernhard Schülle zum neuen Narrenvater gewählt wurde. Bis ins Jahre 1996 wurde die Fasent nur noch mit einer Hand voller Narren aufrecht erhalten. Um die Fasent in Unterharmersbach noch am Leben zu erhalten, musste man jetzt schnell handeln.

15 Frauen und Männer versammelten sich im Gasthaus "Schützen" und man fasste den einstimmigen Entschluss, die Unterharmersbacher Fasent wieder neu zu beleben und eine Hexenzunft zu gründen.
Die geheime Wahl ergab folgende Zusammensetzung des Vorstandes:
1. Vorstand Manfred Schwarz, 2. Vorstand Nicola Siegesmund, Schriftführer Mirjam Jahnsen, Schatzmeister Dietmar Dold. Dieser ließ sich beim Amtsgericht Gengenbach im Jahre 1998 als Hexenzunft Unterharmersbach e.V. eintragen.

Die Kleidung (Häs)

Wie es sich für eine Hexe gehört, trägt sie Strohschuhe, die aus feinem Stroh oder Bast geflochten sind. Unter ihrem grün gestreiften Rock, schaut ein mit Spitzen besetzter weißer Unterrock hervor . Und die Füße werden mit bunten Ringelsocken im Winter gewärmt.

Das rote Oberteil auch (Päter) genannt, ist mit Flicken versehen. Und wie es früher im Harmersbachtal üblich war, ist der Päter am Rücken spitz zulaufend geschnitten.

Die Maske ist aus Lindenholz geschnitzt und ein dunkles Kopftuch mit roten und grünen Punkten rundet das schaurige Gesicht ab. Wie es sich für eine Hexe gehört darf der Besen aus Birkenzweigen nicht fehlen, mit dem sie so manches Unwesen treiben kann.